Ausgehtipp: 2. Ordentlicher Poetryslam im Club im Park

Zum nun schon zweiten Mal kann man im Parkclub Fürstenwalde, Literatur kurz und knapp, aber dafür von höchster Güte, erleben. Tom Mars organisiert den zweiten Poetry Slam in Fürstenwalde und wieder eine ganze Reihe von jungen Literaten im Gepäck. Es bleibt bei zwei Runden, dem Vorausscheid und dem Finale. Die Sieger beider Runden werden durch das Publikum gekürt. Wichtig ist: Auch Fürstenwalder PoetInnen können sich anmelden. Das geht direkt über Tom Mars: tom.mars@gmx.de.
Dabei spielt das Alter keine Rolle. Auf Talent kommt es an. Wer Lust bekommen hat mitzumachen oder einfach nur im Publikum zu sitzen, die Türsten stehen am 11.11.11 ab 20 Uhr offen. Der Eintritt fällt mit 2 Euro bescheiden aus, das Bier oder die Mate tut es dem Eintritt gleich und liegt im Kurs ebenfalls bei 2 Euro.

entdecke Fürstenwalde! – Jugend Fotografie Projekt gestartet

Heute möchte ich mal ein bisschen Werbung in eigener Sache betreiben. Es handelt sich hierbei um ein kürzlich gestartetes Fotografie Projekt, das den Namen “entdeckeFürstenwalde!” trägt. Zielsetzung ist es, der Stadt und Ihren Menschen zu zeigen, dass Fürstenwalde doch ein Ort ist, an dem es sich zu leben lohnt, auch wenn an vielen Ecken noch etwas getan werden muss. So werden eben nicht nur die schöne, sondern auch die schlechten Seiten der Stadt belichtet. Momentan arbeiten 7 junge Fotografen gemeinsam daran die Website mit Fotos zu füllen. Darunter befinden sich, neben mir, auch 2 weitere Schüler unserer Schule. Das wäre zum Einen Jenny Bartelt, sowie unser Schülersprecher Jacob Seyffert. Geplant ist für das Jahr 2012, eine große Fotoausstellung im Parkclub Fürstenwalde.

Unser Projekt ist Hier, und auch auf Facebook, zu finden

Tanz kleiner Schwan, tanz!

“Wir alle kennen die Handlung, ein unschuldiges Mädchen, rein und süß, gefangen im Körper eines Schwans. Sie sehnt sich nach Freiheit – aber nur wahre Liebe kann den Fluch brechen. Der Wunsch scheint sich auch zu erfüllen -in der Gestalt eines Prinzen. Aber bevor er ihr sagen kann das er sie liebt, erscheint ihr erlassenes Ebenbild, der schwarze Schwan und täuscht und verführt ihn. Am Boden zerstört, stürzt sich der weiße Schwan in einer Klippe, gibt sein Leben hin und findet den Tod -die ersehnte Freiheit…”, mit diesen Worten kündigte der Ballettmeister Thomas (Vincent Cassel) an seinem hochangesehendes Kunsttempel Lincoln Center in New York City sein neuestes Projekt “Schwanensee” an. Doch es schafft nur eine die Rolle der unschuldigen, zarten Schwanenprinzessin, und gleichzeitig ihrer lustvollen, aufreizenden dunklen Seite zu bekommen.

Getrieben vom Ehrgeiz und dem großen Wunsch nach Perfektion, das Gesicht blass und ermattet, der Körper ausgemagert und überanstrengt vom harten Training, die Zehen blutig blessiert vom Tanz -  doch die Primaballerina Nina Sayers (Natalie Portman) will nichts desto trotz alles geben um ihre Hauptrolle in dem berühmten Ballettstück, eine Version des Tschaikowsky-Klassikers, meisterhaft vorzuführen! Doch je näher der große Tag kommt, desto mehr leidet auch ihre Psyche unter dem enormen Druck…

Die ersten Anzeichen waren unerklärliche Kratzspuren auf dem Rücken, Halluzinationen auf der Straße… Hat sie sich da gerade wirklich gesehen ? Wer ist diese Figur und warum taucht sie ständig auf ?
Als hätte sie mit ihrem mangelnden Selbstbewusstsein nicht schon genug zu kämpfen, taucht auch noch die Ensemble-Newcomerin Lily (Mila Kunis) auf, die ebenso scharf auf die heißbegehrte Rolle ist. Der Konkurrenzdruck zerrt an ihren Nerven. Die extrovertierte Lily beeindruckt sowohl mit ihrer lasziven Art, als auch ihrem verführerischem Charme, welches an Nina fehlt. Sie ist eher die Zarte, aber dennoch Zerbrechliche, obwohl der Ballettmeister beide Seiten für die Rolle sehen möchte.
So bekommt sie die Aufgabe mit ihrem Körper vertraut zu machen, um ihre Unsicherheit im Umgang mit sich selbst un ihren Tanzbewegungen zu überwinden. Doch einfacher gesagt als getan, denn zu Hause erwartet sie ihre überfürsorgliche, obsessive Mutter (Barbara Hershey), die darauf bedacht ist ihre einzige Tochter zu kontrollieren.

Schafft die junge Primaballerina es, ihr eingeschränktes Ich zu unterbinden um die Rolle der Schwanenprinzessin meisterhaft vorzuführen?
Bishin zum blutigen Ende des Thrillers ist es dem Filmregisseur Darren Aronofsky gelungen die Zuschauer praktisch in die Irre zu führen und zu verwirren. Es fällt schwer zwischen dem Realen und Unrealem zu unterscheiden. Was geschieht wirklich mit Nina und was beruht nun auf ihren Halluzinationen. Beide Welten hat Aronofsky perfekt ineinander verschmolzen, sodass es während des Zuschauens eine Herausforderung bleibt die Handlung eindeutig zu verfolgen. Es ist unmöglich sich eine Denkpause zu gestatten denn die merkwürdigen Ereignisse folgen Schlag auf Schlag. Den Zuschauern bleibt also nichts übrig als mit atemberaubender Spannung den ultimativen Höhepunkt zu erwarten!

Zurecht wird der preisgekrönte Psychothriller von vielen Filmkritikern gelobt. Gerade Natalie Portman liefert in Black Swan eine ihrer besten Leistungen ihrer Karriere ab und hat sich damit eindeutig den Oscar für die Beste Hauptdarstellerin verdient.
Demnach schafft der Film es unter die Top Ten der besten Filme 2010!

Kim

KOKOWÄÄH

„Wissen Sie, wie es ist ein Kind zu lieben? Wenn die Liebe pur ist, bedingungslos, das ist das schönste Gefühl auf der Welt.“

Drehbuchautor Henry (Til Schweiger) geht ohne Plan und jegliches Ziel erfolglos durchs Leben. Beruflich läuft es nicht gut, seine Freizeit verbringt Henry damit, sich von einer glücklosen Liebschaft in die nächste zu stürzen. Als er auf einmal aus heiterem Himmel ein Jobangebot seiner Ex-Liebe und erfolgreichen Autorin, Katharina (Jasmin Gerat) erhält, sieht es ganz so aus, als würde Henry eine zweite Chance geboten sein, sein Leben neu zu ordnen und einiges in den Griff zu bekommen.

Allerdings rechnet niemand mit dem kleinen Mädchen, was auf einmal vor Henrys Tür steht, mit einem Brief in der Hand und behauptet, Henry wäre ihr leiblicher Papa.

Die zauberhafte 8-jährige Magdalena (gespielt von Emma Tiger Schweiger), stellt das Leben des Erwachsenen völlig auf den Kopf und weckt Gefühle in ihm, die er nicht für möglich gehalten hätte.
Trotz der gerissenen, aber süßen Art des Kindes und ihrem auffälligen Witz, ist Henry mit der Situation komplett überfordert. Nicht anders ergeht es Tristan (Samuel Finzi), der Lebensgefährte von Magdalenas Mutter Charlotte (gespielt von Meret Becker), der sich bisher für den leiblichen Vater des Mädchens gehalten hat. Es folgt eine dramatische Dreieckssituation zwischen den zwei Vätern und Magdalena, die sich bestens mit beiden Männern versteht und sich keineswegs für nur einen Vater in ihrem Leben entscheiden möchte.

Als wäre das nicht genug, verkompliziert die Beziehung zwischen Henry und der Autorin die schon allgemein schwierige Situation, indem alte Liebe wieder neu aufflammt und Henry Katharina blind seine Tochter verschweigt.

KOKOWÄÄH ist einer der lustigen und schönen deutschen Filme, nicht einer der grausamen, die wir oft im Abendprogramm auf Sat.1 finden. Wir werden mit einer realen Familiensituation konfrontiert, die alltäglich sein kann, keineswegs unwahrscheinlich. Die verschiedenen Emotionen und Gedanken, die den Alltag der beiden Väter auf einmal prägen, sind so präzise und glaubwürdig dargestellt, dass der Zuschauer automatisch gerührt ist und die Handlungen der Charaktere gut nachvollziehen kann.

Der süße Witz der wirklich zauberhaften Emma Schweiger, lockert die eigentliche Tragödie auf und verleiht dem Film Spaß. Viele sind der Meinung, Schweigers Tochter sei schon eine bessere Schauspielerin als ihr großer Daddy. Ich für meinen Teil enthalte mich an dieser Stelle.
Aber auch die erwachsenen Schauspieler, wie z.B. Jasmin Gerat oder Meret Becker, die Viele noch aus „Pünktchen und Anton“ kennen, begeistern in ihren Rollen.
Der Film ist eine schöne Zusammensetzung aus Familientragödie, Witz und natürlich Szenen, zwischen Vater und Tochter, die berühren.

Ein Film mit Charme und ein Muss für Jeden, der deutschen Filmen noch eine Chance geben möchte.
Gut gemacht!

Johanna