Der Dorn im Scholl-Auge – wie es um den Umbau des maroden Schulhofs steht

dies ist ein Gastbeitrag von Julia Felker

 

Gebrochene Zehen, aufgeschürfte Knie, ununterbrochenes Stolpern. So sieht zwar nicht der Alltag der Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus, aber wären wir alle nur fünf bis zehn Jahre jünger und auf der Grundschule, könnte dies durchaus der Fall sein. Denn der Schulhof des Hauptgebäudes unseres Gymnasiums ist seit geraumer Zeit in einem derart miserablen Zustand, dass kaum noch jemand sich dort blicken lässt. Die sich hartnäckig haltende Zwischenlösung von abgesperrten Abrissspuren der ehemalig angrenzenden Turnhalle, eingebuddelten Drehstühlen und mit Sand geebneten Pflasterflächen ist, mit Verlaub, abgrundtief hässlich und schon gar nicht repräsentabel. Neugestaltungen sind schon seit Langem von der Schulleitung und den Schülern erwünscht und durch unseren Schulträger, den Landkreis Oder- Spree, geplant. Sogar Kunstkurse setzten sich mit den Möglichkeiten einer Erneuerung kreativ auseinander und brachten Ideen mit in Versammlungen und Beratungen.

 

Auf Grund unseres Schuljubiläums im Herbst 2012 wandte sich die Schule erneut an den Landkreis um die bereits geplante Neugestaltung des Schulhofs des Haus I. vorzuziehen, was man uns auch zugestand. Ein Planungsbüro entwarf daraufhin den bereits im Foyer aushängenden Bauplan, in dem viele Schülervorschläge und -wünsche freudig aufgenommen wurden. Für Parkplätze, ein Amphitheater, unseren Gedenkstein, (benutzbare!) Sitzgelegenheiten und neue Bepflanzungen wurden Plätze in den Planungen gefunden. Auch wir Schülerinnen und Schüler wollten unseren Beitrag leisten und liefen beim Sponsorenlauf am 21. Oktober für ein wenig „Kleingeld“, mit dem unser Förderverein die expliziten Sitzmöbelwünsche finanzieren möchte.
Das eigentliche Problem liegt jedoch unter der Oberfläche. Bei der Untersuchung des Schulgeländes stellte man fest, dass auch sämtliche Rohrleitungen erneuert werden müssen. Damit schnellen die veranschlagten Baukosten natürlich dermaßen in die Höhe, dass nun der Kreistag über die Bereitstellung der benötigten Gelder entscheiden muss und sich die gesamte Planung zeitlich verzögert. Da ärgert es uns erst recht, dass der Tagesordnungspunkt bezüglich unseres Anliegens des erst vor kurzem stattfindenden kreislichen Bildungsausschusses, aus uns noch unbekannten Gründen, kurzfristig gestrichen wurde.
Dadurch liegt die Sache natürlich weiter im Argen. Dennoch bemühen sich sämtliche Beteiligte um die rechtzeitige Fertigstellung des 1. Abschnitts des Schulhofs bis zum Jubiläum, welche wahrscheinlich leider Bauarbeiten während der Abiturprüfungszeit im kommenden Frühjahr nach sich zieht. Aber ohne Kompromisse würden wird auch noch in zehn Jahren beim Absolvententreffen auf dem ungemähten Rasen stehen. Also hoffen wir, dass die Neugestaltung einen möglichst bald sichtbaren Anfang findet, die Schüler und Schülerinnen sich dort wieder wirklich erholen und man sich auf den Rängen des Amphitheaters in zehn Jahren darüber freuen kann. Vielen Dank an die Schulleitung, die Schülervertretung und den Landkreis für ihre Bemühungen. Wir setzen auf ihr Durchhaltevermögen!

 

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„Wir haben jetzt einen Titel zu verteidigen“

Die alteingesessenen Schüler kennen es vielleicht noch.
Die große Zeremonie, die schon oft ein bedeutendes Ereignis am Geschwister – Scholl – Gymnasiums darstellte.
Die Aula wurde am 6. September 2011 wieder Schauplatz für jenes Ereignis, das die Verkündung der „Aktivsten weiterführende Schule“ beinhaltete.
Herr Dietrich von der Stadtverwaltung für die Fachgruppe Kultur und Sport besuchte uns um 14 Uhr und lobpreiste unsere Schule für etliche Teilnahmen an sportlichen Aktivitäten, Organisationen von schulischen Veranstaltungen und allem, das Engagement voraussetzt, im Namen des Bürgermeisters.
Nach einer solchen Auflistung (im Anhang zu finden) „konnte es ja nur der erste Platz sein“.
Die folgenden Schulen, die uns einen wirklichen Wettbewerb verschafften, stellen die 1. Oberschule, die den 2. Platz erlangte, und die Juri – Gagarin Schule, die den 3. Platz verdiente, dar.
Der Preis, so wie die Urkunde wurden an den Schulsprecher Jacob S. und unsere Schulleiterin Frau Jentzsch übergeben.
Doch nicht nur wir Schüler haben großartige Arbeit geleistet, sondern auch die Lehrer, wobei Frau Weise mit sehr viel Mühe versuchte alles auf die Beine zu stellen, was ihr letztlich auch brillant gelungen ist. Da wir ohne sie nicht die aktivste weiterführende Schule geworden wären, ehrten wir sie mit unserem Dank und einem Blumenstrauß.

Wir hoffen, dass wir unseren Titel die nächsten Jahre mit Stolz verteidigen können.

Anhang:

1. Platz Geschwister-Scholl-Gymnasium mit 252 Punkten

Folgende Schüler haben einen Beitrag zu diesem Sieg geleistet:
Teilnehmer Jugend trainiert für Olympia Leichtathletik WK III und WK II Jungen und Mädchen mit je 2 Punkten

Teilnehmer Jugend trainiert für Olympia Basketball WK III und WK II Jungen und Mädchen mit je 2 Punkten
Teilnehmer Jugend trainiert für Olympia Volleyball WK III und WK II Jungen und Mädchen mit je 2 Punkten
Teilnehmer Jugend trainiert für Olympia Fußball WK III und WK II Jungen mit je 2 Punkten
Teilnehmer Schwimmmeisterschaften WK III und WK II Jungen und Mädchen mit 13 Punkten
Teilnehmer Schulmeisterschaften Volleyball Mix Klasse 9/10 mit 13 Punkten
Teilnehmer Bowling Mix Klassen 7-13 mit 13 Punkten
332 Schüler/innen, die das Sportabzeichen abgelegt haben mit 48 Punkten
Alle Schülerinnen der 9. und 10. Klassen die am Vorlesetag für die 7. Klassen aktiv waren mit 30 Punkten
2 Mädchen der Scholl-Gruppe, die das Geschichtsprojekt bearbeitet und verteidigt haben mit 42 Punkten
Alle SchülerInnen, deren Kunstobjekte während des Tages der offenen Tür ausgestellt waren mit 20 Punkten
Alle SchülerInnen, die aktiv m Weihnachtskonzert mitgewirkt haben mit 20 Punkten
Alle SchülerInnen die aktiv den Schnuppertag der 6. Klassenmitgestaltet haben mit 15 Punkten
Alle Schüler der 8. Klassen, die den Pi-Day mitgestaltet haben mit 10 Punkten

und alle Kolleginnen und Kollegen Die Unterstützung für die Schüler leisteten und tolle Ergebnis ermöglichten!

Allen Beteiligten und Mitwirkenden ein herzliches Danke!

„Willkommen am Geschwister – Scholl – Gymnasium“

So begrüßte unsere Schule am Freitag, dem 26.8.2011 um 13 Uhr unsere neuen fünf (!) Klassen des siebten Jahrganges.

Nachdem Anna und Nina aus der 9d die 160 Schüler und deren Klassenleiter einen jubelnden Einstieg ermöglichten, stellten sie mit Freude die Schulleitung vor.
Frau Jentzsch wählte für ihre Rede die Geschichte der „drei Frösche“ um den Weg zum Erfolg bis ins Jahr 2017 zu versinnbildlichen.

Auch die Kreativität unserer Schüler wurde ein Teil der Veranstaltung.
Um die Schule vorzustellen, fertigte Marian K. das Video „ein abwechslungsreicher Weg zum Abschluss“ an, was vielen Schülern ein Lächeln auf die Lippen zauberte.

Der DS – Kurs der Q2 stellte durch ihre schauspielerischen Künste fabelhaft die Entstehungsgeschichte des Geschwister – Scholl – Gymnasiums dar.
Julia F., Maurice A., Johannes T. und Steven L. zeigten Hans und Sophie Scholl im Einsatz gegen den Nationalsozialismus mit dem Projekt der „weißen Rose“.

Bevor die Schüler dann endlich ihre Wünsche auf einen Zettel schreiben konnten, ihren Luftballon bekamen und mit jenem ihre Wünsche in die Lüfte aufsteigen ließen, stellte die Schollgruppe die 17 Scholltugenden vor.
Dieses Jahr wurde es besonders schön durch das Einbinden von vielen Schülern zum Ausdruck gebracht.

G – Gerechtigkeit
E – Engagement
S – reSpekt
C – aChtung
H – Höflichkeit
W – Wissen
I – Individualität
S – gemeinSchaft
T – Toleranz
E – krEativität
R – wüRde

S – Selbstbewusstsein
C – aChtsamkeit
H – nacHhaltigkeit
O – kOmmunikation
L – fLeiß
L – PfLichtbewusstsein

Rezitationswettbewerb 2011

“Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben [...]” [J.W.Goethe]
Nein, auch bei dem diesjährigen traditionellen Rezitationswettbewerb des Geschwister-Scholl Gymnasiums kehrte der Hexenmeister mit seinem “Zauberlehrling” wieder ein und eröffnete das Programm.
Es wurden die verschiedensten Gedichte vorgetragen, aus unterschiedlichen Epochen und mit auseinandergehenden Inhalten.
Der Fecher war breit, egal ob es sich um Liebe, Trauer, Natur oder sogar um witzige Alltagssituationen handelte, alles war vertreten.
Vertretende Lyriker, deren Werke Schüler rezitierten, waren zum einen Siegfried Skielka mit dem “Mückenweibchen”, Adalbert von Chamisso mit “Der rechte Babier” und Agnes Miegel mit ihrer Ballade ” Wagen an Wagen”.
Doch ihr großes Come Back hatten dieses Jahr Friedrich Schiller und vorallem Johann Wolfgang von Goethe. Ihre Gedichte und
Balladen prägten die Veranstaltung.
Sieger des Rezitierens wurden in der siebten Klasse Robert K., in der achten Klasse Johanna P. und in der zehnten Klasse
Janine G. Diese drei jungen Talente setzten sich gegen den Rest der Teilnehmer durch und ergatterten in ihren Jahrgängen den ersten
Platz.
Die kreativsten Köpfe des Tages bekamen ihre ganz eigene Rubrik für ihre selbst verfassten Gedichte.
Zwei Teilnehmerinnen, Vivien Schleußner, 14 Jahre alt, und Elena Hatert,13 Jahre alt, aus der 8b, stellten ihre eigenst interpretierten und neu verfassten Auffassungen von Theodor Storm und seinem “Schimmelreiter” vor. Anregungen dazu bekamen sie im Untericht von Frau Rüdinger, Vivien Schleußner gewann den Wettbewerb in dieser Kategorie.

 ”Die Legende des Schimmelreiters”

Heile Lichtfunken scheinen am schwarzen Himmel
Und leuchtend-weiß trabt der stolze Schimmel.
Er brach durch die endlose FInsternis heran
Und das fahle Himmelslicht schien ihn an

Und die Möwen kreisen am dunkles Himmel umher
Ihre FLügel schlugen wild und sie kreischten noch mehr.
Die Wellen klatschten an den Deich heran
Dieser ding langsam zu brechen an.

Und ein donnerndes Rauschen der Wellen erklang
Als das Wasser, die Gischt durch die Deiche drang.
Die FLut drohte alles zu verschlingen
In der Zeit wo Minuten des Grauens in Eile vergingen.

Immer näher kam die tosende Flut
Am Himmel das Licht des Mondes ruht.
Ein Stich , das pferd bäumte sich auf
Und ließ einen panischen Angstschrei aus.

Es sprang in den sinnverwirrten Strudel hinein
Zurück blieb nur ein bleicher Schein.
Trotzdem lebt sie immer weiter,
Die Geschichte vom Pferd und seinem Schimmelreiter.
sie hatten viel Freude dabei und freuen sich schon

von Vivien Schleußner

Elena und Vivien waren beide begeistert vom Programm , welches Schüler und Schülerinnen
aus dem 13. Jahrgang organisiert haben.
Moderiert und durch das Programm geführt wurde von drei Schülerinnen Margan SharifZada, Le Thi Ngoc und Juliane Schulze.
Die beiden Lyriker Vivien und Elena sind schon gespannt auf den nächsten Wettbewerb und freuen sich auf ihre erneute Teilnahme in einem Jahr.

 

Vivien Schleußner (l.) und Elena Hatert (r.)

Vivien Schleußner (l.) und Elena Hatert (r.)