Rezitationswettbewerb 2011

“Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben [...]” [J.W.Goethe]
Nein, auch bei dem diesjährigen traditionellen Rezitationswettbewerb des Geschwister-Scholl Gymnasiums kehrte der Hexenmeister mit seinem “Zauberlehrling” wieder ein und eröffnete das Programm.
Es wurden die verschiedensten Gedichte vorgetragen, aus unterschiedlichen Epochen und mit auseinandergehenden Inhalten.
Der Fecher war breit, egal ob es sich um Liebe, Trauer, Natur oder sogar um witzige Alltagssituationen handelte, alles war vertreten.
Vertretende Lyriker, deren Werke Schüler rezitierten, waren zum einen Siegfried Skielka mit dem “Mückenweibchen”, Adalbert von Chamisso mit “Der rechte Babier” und Agnes Miegel mit ihrer Ballade ” Wagen an Wagen”.
Doch ihr großes Come Back hatten dieses Jahr Friedrich Schiller und vorallem Johann Wolfgang von Goethe. Ihre Gedichte und
Balladen prägten die Veranstaltung.
Sieger des Rezitierens wurden in der siebten Klasse Robert K., in der achten Klasse Johanna P. und in der zehnten Klasse
Janine G. Diese drei jungen Talente setzten sich gegen den Rest der Teilnehmer durch und ergatterten in ihren Jahrgängen den ersten
Platz.
Die kreativsten Köpfe des Tages bekamen ihre ganz eigene Rubrik für ihre selbst verfassten Gedichte.
Zwei Teilnehmerinnen, Vivien Schleußner, 14 Jahre alt, und Elena Hatert,13 Jahre alt, aus der 8b, stellten ihre eigenst interpretierten und neu verfassten Auffassungen von Theodor Storm und seinem “Schimmelreiter” vor. Anregungen dazu bekamen sie im Untericht von Frau Rüdinger, Vivien Schleußner gewann den Wettbewerb in dieser Kategorie.

 ”Die Legende des Schimmelreiters”

Heile Lichtfunken scheinen am schwarzen Himmel
Und leuchtend-weiß trabt der stolze Schimmel.
Er brach durch die endlose FInsternis heran
Und das fahle Himmelslicht schien ihn an

Und die Möwen kreisen am dunkles Himmel umher
Ihre FLügel schlugen wild und sie kreischten noch mehr.
Die Wellen klatschten an den Deich heran
Dieser ding langsam zu brechen an.

Und ein donnerndes Rauschen der Wellen erklang
Als das Wasser, die Gischt durch die Deiche drang.
Die FLut drohte alles zu verschlingen
In der Zeit wo Minuten des Grauens in Eile vergingen.

Immer näher kam die tosende Flut
Am Himmel das Licht des Mondes ruht.
Ein Stich , das pferd bäumte sich auf
Und ließ einen panischen Angstschrei aus.

Es sprang in den sinnverwirrten Strudel hinein
Zurück blieb nur ein bleicher Schein.
Trotzdem lebt sie immer weiter,
Die Geschichte vom Pferd und seinem Schimmelreiter.
sie hatten viel Freude dabei und freuen sich schon

von Vivien Schleußner

Elena und Vivien waren beide begeistert vom Programm , welches Schüler und Schülerinnen
aus dem 13. Jahrgang organisiert haben.
Moderiert und durch das Programm geführt wurde von drei Schülerinnen Margan SharifZada, Le Thi Ngoc und Juliane Schulze.
Die beiden Lyriker Vivien und Elena sind schon gespannt auf den nächsten Wettbewerb und freuen sich auf ihre erneute Teilnahme in einem Jahr.

 

Vivien Schleußner (l.) und Elena Hatert (r.)

Vivien Schleußner (l.) und Elena Hatert (r.)